WEGE DURCHS AUTORISIERUNGSLABYRINTH

9 Mai

Die Autorisation von Zitaten und Interviews gehört zum Alltag eines (Print-)Journalisten. In vielen Fällen verläuft das Prozedere problemlos. Der Gesprächspartner will lediglich sicherstellen, dass seine Aussage nicht falsch, verzerrt oder in einem falschen Kontext widergegeben wird. Die Änderungswünsche sind meist marginal. Es gibt allerdings auch Fälle, da haben die Änderungen nichts mehr mit dem ursprünglichen Gespräch zu tun haben. Kritische Sätze werden in belangloses BlaBla geändert oder gar komplett entfernt. Gerne werden inhaltliche Aussagen auch gegen PR-Geschwafel ausgetauscht. Doch was nun? Das einstmal knackige Interview ist nur noch eine Aneinanderreihung inhaltsleerer Phrasen. Abdrucken? Weglassen? In einen Fließtext mit indirekter Rede umwandeln? Die unautorisierte Fassung veröffentlichen? Und was ist juristisch überhaupt erlaubt? Der Medien Monitor hat gemeinsam mit dem Dortmunder Medienrechtler Prof. Tobias Gostomzyk einige typische Beispiele durchgespielt und zeigt Wege durch das Autorisierungslabyrinth. Den lesenswerten Artikel findet ihr hier.

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